Kurzportrait


Die EMSEC (Embedded Security) Gruppe ist einer der Kernlehrstühle, die das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität bilden. Die Arbeiten in der EMSEC Gruppe befassen sich mit allen Aspekten der eingebetteten Sicherheit.
Hierzu zählen hocheffiziente kryptografische Implementierungen, Hardware-Sicherheit, Implementier- ungsangriffe (beispielsweise durch Seitenkanalanalysen), Sicherheits- analysen von "real World" Systemen und Spezialcomputer zur Krypt- analyse. Es werden auch zukünftige Anwendungen im Internet der Dinge untersucht, z.B. Sicherheit in der eMobilität. Einen Überblick über die Forschungsgebiete gibt es hier. Im Jahr 1999 war Prof. Christof Paar Mitbegründer der Cryptographic Hardware and Embedded Systems (CHES) Konferenzreihe, welche sich zu der größten internationalen Kryptografiekonferenz entwickelt hat. Der Lehrstuhl übernimmt wichtige Lehraufgaben in den beliebten Bachelor- und Master-Studiengängen der IT-Sicherheit. Die EMSEC Gruppe besteht typischerweise aus etwa 8 wissenschaftlichen Mitarbeitern, die an Ihrer Promotion arbeiten und aus Post-Docs sowie oft auch aus ausländischen Gastwissenschaftlern.
Im Jahre 2003 wurde die Firma ESCRYPT GmbH - Embedded Security aus dem Lehrstuhl ausgegründet, die 2012 von Bosch übernommen wurde.

Historische Bemerkungen zum Lehrstuhl

Prof. Christof Paar war von 1995-2001 als Hochschullehrer – zunächst als Assistant Professor, später als Associate Professor mit "Tenure" – am Worcester Polytechnic Institute (WPI) in Massachusetts in den USA tätig. Dort gründet er die Cryptography and Information Security (CRIS) Labs. Nach knapp sieben Jahren trat Prof. Paar im Oktober 2001 den Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit an der Ruhr-Universität Bochum an. Drei Doktoranden aus den CRIS Labs (Jorge Guajardo, Andre Weimerskirch und Thomas Wollinger) wechselten ebenfalls vom WPI nach Bochum. Prof. Paar ist Affiliated Full Professor an der University of Massachusetts at Amherst. Im Sommer 2008 wurde der Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit in den Lehrstuhl für Embedded Security umbenannt, um den Forschungsschwerpunkten besser gerecht zu werden.